
Engagementpreis des Paritätischen NRW
Engagementpreis
Freiwilliges Engagement ist das Fundament einer lebendigen und sozialen Zivilgesellschaft. Wo sich Menschen ehrenamtlich einbringen, entstehen Räume für Teilhabe, Mitgestaltung und Solidarität. Bürgerschaftliches Engagement stärkt Demokratie und Toleranz, fördert den gesellschaftlichen Zusammenhalt und hält eine Gesellschaft innovationsfähig. Für den Paritätischen NRW hat dieses Engagement einen besonders hohen Stellenwert. Denn in den Mitgliedsorganisationen des Verbandes ist es Keimzelle, Antriebsquelle und tragende Säule zugleich.
Engagement würdigen – Vorbilder sichtbar machen
Um besonders gelungene Ansätze in der Gewinnung und Bindung von Ehrenamtlichen zu würdigen, vergibt der Paritätische NRW gemeinsam mit der Stiftung Gemeinsam Handeln alle zwei Jahre den Engagementpreis. Ausgezeichnet werden Vereine und Organisationen, denen es in besonderer Weise gelingt, Menschen für ein freiwilliges Engagement zu begeistern und dauerhaft einzubinden. Der Preis versteht sich dabei auch ausdrücklich als Impuls: Die prämierten Projekte und Konzepte sollen als Leuchttürme für Bürgerschaftliches Engagement dienen und andere Organisationen zur Nachahmung und Weiterentwicklung inspirieren.
Fakten zum Engagementpreis
Bewerben können sich nicht nur Mitgliedsorganisationen des Paritätischen NRW, sondern alle Vereine, solange sie nicht Mitglied in einem anderen Verband der Freien Wohlfahrtspflege sind. Über die Preisvergabe entscheidet eine Jury, die unterschiedliche Perspektiven vereint: Vertreter*innen des Aufsichtsrates, Vorstandes und des Ehrenrates des Paritätischen NRW, Mitglieder des Kuratoriums der Stiftung Gemeinsam Handeln sowie Preisträger*innen vergangener Jahre bringen ihre jeweilige Expertise ein und sorgen für eine fundierte und praxisnahe Bewertung der Bewerbungen.
Engagementpreis 2026: Haltung zeigen – Räume schaffen – Demokratie leben
Preis für gelebte Demokratie
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Der Engagementpreis 2026 würdigt Projekte in NRW, die Haltung zeigen, Beteiligung ermöglichen und demokratische Werte im Alltag erfahrbar machen.
In Witten haben der Paritätische NRW und die Stiftung Gemeinsam Handeln Projekte ausgezeichnet, die mit Ideenreichtum und großem Engagement Demokratie vor Ort stärken.
Haltung zeigen – Räume schaffen – Demokratie leben“: Unter diesem Motto stand der Engagementpreis 2026. „Wir haben dieses Thema gewählt, weil es in Zeiten zunehmender Polarisierung und antidemokratischer Tendenzen Menschen braucht, die Verantwortung übernehmen, zuhören, vermitteln und Räume öffnen, in denen Vielfalt als Stärke erfahrbar wird,“ so Dr. Isabel Höppner, Vorständin der Stiftung Gemeinsam Handeln. Den Auftakt im Haus Witten gab der Soziologe Rainald Manthe mit dem Input „Demokratie braucht Vertrauen“. Anschließend folgte die Preisverleihung. „Der Jury ist die Entscheidung angesichts vieler überzeugender Bewerbungen nicht leichtgefallen. In der Beratung ist deutlich geworden, wie vielfältig zivilgesellschaftliches Engagement zur Demokratiestärkung beiträgt“, berichtete Stefan Rieker, Vorstand der Stiftung.
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Meine Stimme zählt
Der erste Preis, prämiert mit 4.000,- Euro, ging an die Kinder- und Jugendfarm Wuppertal e. V. Für sie gilt: „Die Farm gehört den Kindern!“ Die Farm bietet ein inklusives Angebot, bei dem junge Menschen nicht nur Teilnehmende sind, sondern aktiv mitgestalten – bei Alltagsentscheidungen ebenso wie in strategischen Fragen. Karolin Hüner von der Kölner Freiwilligenagentur, Gewinnerin des Engagementpreises 2024, begründete die Jury-Entscheidung wie folgt: „Die Kinder und Jugendlichen bringen Ideen ein, übernehmen Verantwortung, streiten um Lösungen, treffen Entscheidungen. Dabei erleben sie etwas, das für Demokratie grundlegend ist: Meine Stimme zählt.“
Website: www.jugendfarm-wuppertal.de
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Ins Gespräch kommen
Den zweiten Preis, prämiert mit 3.000,- Euro, erhielt das Familienbündnis Altenberge e. V. für „DemokraTisch – Miteinander reden. Ein Tisch wandert durch Altenberge!“ Der Tisch kommt dorthin, wo Menschen sind: in die Bibliothek, auf den Marktplatz, ins Jugendzentrum. Vor der letzten Kommunalwahl wurden an ihm Anliegen der Bürger*innen gesammelt und an die Politik weitergegeben. „Das Besondere an diesem Projekt ist seine Einfachheit. Dieser mobile Tisch macht Demokratie zugänglich, senkt Hemmschwellen und zeigt, dass Beteiligung nicht erst im Rathaus beginnt“, begründete Andrea Büngeler, Vorständin des Paritätischen NRW und Kuratoriumsmitglied der Stiftung, die Jury-Entscheidung.
Website:www.familienbuendnis-altenberge.de
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Sport und Demokratie
Drittplatziert und prämiert mit 2.000,- Euro ist die „CampusKicker Grundschulliga“ aus Bielefeld. Das Projekt von VfR und HOT Wellersiek e. V. bringt Kinder der ersten und zweiten Klassen aus unterschiedlichen Sozialräumen zusammen. Im Mittelpunkt stehen Begegnung, Fairness und gemeinsames sportliches Erleben. Sporthelfer*innen aus höheren Jahrgängen begleiten die Kinder als Anleitende und demokratische Vorbilder. Die „CampusKicker“ konnten ihren Preis nicht persönlich in Witten entgegennehmen und bekommen ihn zu einem späteren Zeitpunkt von Elke Schmidt-Sawatzki, Vorsitzende des Aufsichtsrates des Paritätischen NRW und des Kuratoriums der Stiftung Gemeinsam Handeln, in Bielefeld überreicht.
Website: www.vfrwellensiek.de
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Haltung muss laut sein
Einen Sonderpreis, ebenfalls prämiert mit 2.000,- Euro, vergab Kuratoriumsmitglied Dr. Winfried Wortmann an „Chöre gegen Rechts. Singen statt Hetze und Hass“ die börse Kommunikationszentrum Wuppertal gGmbH. „Haltung darf laut sein – und in Zeiten, in denen Demokratie so stark unter Druck steht, muss sie es auch“, hieß es in seiner Laudatio. Entstanden im Vorfeld der Bundestagswahl 2025, setzt das Projekt ein öffentliches Zeichen für Demokratie und Zusammenhalt. Inzwischen ist daraus ein regelmäßiges Angebot geworden
Website: www.dieboerse-wtal.de